Retail Media

Der Online-Handel wächst unaufhörlich. Insbesondere die derzeitige Situation führt zu Umsatzrekorden, da Verbraucher oft keine andere Wahl haben, als online nach passenden Angeboten zu suchen. Die hohe Nachfrage nach attraktiven Deals hat die Werbebranche reagieren lassen. Hierbei sprechen wir von Retail Media, also der Möglichkeit, Werbung innerhalb von Webshops und auf Marktplätzen zu schalten. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum Retail Media so faszinierend ist und wer die wichtigsten Akteure sind.

Retail Media ist eine Form des E-Commerce-Marketings, bei der Händler ihre Websites oder Apps nutzen, um Werbung für ihre Produkte oder Dienstleistungen zu schalten. Diese Werbung richtet sich an Kunden, die ähnliche Produkte suchen und häufig auf der jeweiligen Website oder App einkaufen. Retail Media ermöglicht Händlern, ihre Reichweite zu erhöhen, ihre Kunden besser zu erreichen und ihre Verkäufe zu steigern.

Was ist Retail Media?

Im Bereich des digitalen Marketings ist Retail Media schon lange bekannt. Wichtig ist zu verstehen, dass über die Hälfte der Produktrecherchen im World Wide Web nicht mehr über traditionelle Suchmaschinen erfolgen, sondern direkt auf den Websites der Online-Shops. Es klingt trivial, aber Retail Media funktioniert. Denn wo sonst sollten Werbeanzeigen besser platziert werden als in einem Online-Shop, wo die Kunden bereits nach passenden Produkten suchen? Retail Media wird oft als Trade Marketing bezeichnet. Immer mehr Nutzer gehen direkt zu Marktplätzen oder Online-Shops, um nach Produkten zu suchen. Ein großer Vorteil dieser Werbung auf den Plattformen besteht darin, dass Produkte mit nur einem Klick gekauft werden können, jedoch müssen Hersteller und Marken erst sichtbar gemacht werden.

Um inmitten anderer Marken aufzufallen, ist es notwendig, die Sichtbarkeit zu steigern. Diese Sichtbarkeit ist entscheidend für den Umsatzerfolg. Je mehr die Hersteller in eine bessere Platzierung ihrer Produkte investieren, desto höhere Verkaufszahlen können erzielt werden. Im Grunde genommen bringt Retail Media das Konzept von Wochenausschreibungen ins Internetzeitalter. Durch den Einsatz von Retail Media wird der Kauf um bis zu 125 Prozent gesteigert. Darüber hinaus kann auch die Bekanntheit der Hersteller durch Retail Media gesteigert werden, insbesondere für weniger bekannte Marken.

Verschiedene Formen von Retail Media

Es gibt verschiedene Formen von Retail Media, um Produkte bekannter zu machen. Eine Möglichkeit besteht darin, in gesponserte Produkte zu investieren. Diese Form ähnelt der klassischen Suchmaschinenwerbung. Die Anzeigen werden angezeigt, wenn ein spezifisches Produkt über die Suchleiste auf der Website eines Online-Shops gesucht wird. Oft werden gesponserte Produkte sowohl oben in den Suchergebnissen als auch neben oder innerhalb der Suchergebnisse angezeigt. Diese Form von Retail Media wird nicht nur von großen Herstellern, sondern auch von kleineren Marken genutzt.

Eine weitere Form von Retail Media ist Video- und Displaywerbung. Diese Art von Werbung ist auf vielen Websites zu finden. Die Videos oder Banner führen nicht direkt zur Website des Herstellers, sondern die Nutzer gelangen auf die Landingpage der Marke im Online-Shop. Von dort aus können die Produkte mit einem Klick erworben werden. Diese Werbeform findet sich in integrierten Markenshops, in Kategorien von Online-Shops oder auf speziellen Kampagnenseiten.

Eine andere Variante von Retail Media ist das Shop-in-Shop-Prinzip. Dies bedeutet, dass in einem Online-Shop eine Unterseite eingerichtet wird, die ausschließlich einer bestimmten Marke gewidmet ist. Auf dieser Unterseite werden ausschließlich Angebote des betreffenden Herstellers angezeigt.

Weitere Formen von Retail Media sind Branded Content, Influencer Marketing und Native Advertising. Diese Formen werden insbesondere von großen Online-Shops genutzt. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Influencern, bei der Influencer mit neuen Produkten an einen schönen Ort reisen und darüber berichten. Die Integration der Produkte in den Content der Influencer erfolgt auf natürliche Weise. Dies wird als „native Integration“ von Werbung bezeichnet. Von dieser Art der Werbung profitieren sowohl die Influencer als auch die Marke.

Eine weitere Form von Retail Media ist die Produktkollaboration. Diese Art der Zusammenarbeit ist äußerst effektiv, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Produktkollaborationen zielen auf den Verkauf exklusiver Produkte eines einzelnen Online-Shops ab. Große Unternehmen kooperieren oft mit renommierten Designern, um exklusive Produkte anzubieten.

Der Retail Media Markt

Retail Media hat in den letzten Jahren in Deutschland erheblich an Bedeutung gewonnen. Der Markt für Retail Media ist breit aufgestellt und äußerst dynamisch. Für Marken bedeutet Retail Media vor allem eine größere Reichweite, eine bessere Umgebung für Werbung und eine verbesserte Zielgruppenansprache. Alle Daten von Partnern und Kunden werden streng geschützt. Retail Media bietet Unternehmen die Chance, in gesponserte Produkte zu investieren und Display-Anzeigen bei führenden Einzelhändlern zu schalten.

Die wichtigsten Wegbereiter von Retail Media in Deutschland sind About You, Zalando, Otto und Amazon. In letzter Zeit hat auch der Lebensmitteleinzelhandel Interesse daran gezeigt, Retail Media-Werbung zu betreiben. Der deutsche Markt hat jedoch noch viel Potenzial, da nur etwa ein Prozent der weltweiten Ausgaben für Retail Media auf den deutschen E-Commerce-Markt entfallen.

Retail Media wurde im letzten Jahr besonders beliebt, da Kunden darin ein großes Potenzial sahen. Retail Media bringt Marken und Kunden im Moment höchster Kaufbereitschaft zusammen. Obwohl Retail Media in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, hat diese Art der Werbung eine vielversprechende Zukunft. Immer mehr Marken setzen auf Retail Media. Eine Umfrage aus dem Jahr 2020 ergab, dass fast 90 Prozent aller Werbetreibenden in Retail Media investieren wollen, wobei ein Drittel davon große Summen investieren möchte. Retail Media bietet nicht nur Chancen für E-Commerce-Unternehmen, sondern auch für Marken, die ausschließlich Brand Advertising betreiben möchten.

Vorteile von Retail Media

Große Anbieter wie Amazon, eBay, Otto und Zalando nutzen Retail Media. Hier sind sieben Vorteile von Retail Media:

  1. Werbung am Ort, an dem die Produktsuche beginnt.
  2. Direkte Kaufoption im Online-Shop.
  3. Ranking basierend auf Gewinn bei Amazon.
  4. Ausrichtung der Werbung auf das Such- und Kaufverhalten der Nutzer.
  5. Gezielte Kundenansprache durch Verwendung von Consumer-Daten.
  6. Display-Formate für On- und Off-Site-Werbung.
  7. Chancen für E-Commerce und Brand Advertising.

Der Conversion Funnel im Marketing beschreibt den Weg eines Kunden zu einem vorher festgelegten Ziel. Dieser „Trichter“ zeigt, wie Kunden sich von ihrem ersten Kontakt mit einer Marke bis hin zu einer bestimmten Handlung verhalten, beispielsweise einem Kauf. Der Conversion Funnel besteht aus mehreren Stufen, einschließlich des Upper Funnels, Middle Funnels und Lower Funnels. Jeder dieser Abschnitte erfordert eine spezifische Marketingstrategie, um die Kunden effektiv anzusprechen und die Conversion zu fördern.

Unsere SEO-Agentur bietet umfassende Dienstleistungen zur Optimierung des Conversion Funnels an. Wir analysieren die Leistung Ihrer Website, identifizieren Schwachstellen im Conversion Funnel und entwickeln maßgeschneiderte Strategien, um Ihre Ziele zu erreichen. Unser Ziel ist es, Ihren Conversion Funnel zu optimieren und den Erfolg Ihrer Website zu maximieren.

Die wichtigsten Akteure

Wie bereits erwähnt, eröffnet Retail Media die Möglichkeit, Werbung innerhalb von Online-Shops oder auf Marktplätzen zu schalten. In Deutschland haben einige Unternehmen diese neue Form der Werbung aufgegriffen, um Advertisern Retail-Media-Angebote bereitzustellen. Diese Unternehmen, auch als Hauptakteure oder „Player“ bezeichnet, sind vielfältig und bieten verschiedene Werbelösungen an. Hier sind einige der bedeutendsten Player:

  1. About You:

Als Fashion-Online-Händler stellt About You eine breite Palette von Werbelösungen für Werbetreibende bereit. Die Nutzer werden direkt auf der Modeplattform angesprochen.

  1. Amazon:

Als Deutschlands größte E-Commerce-Plattform mit rund 42 Millionen monatlichen Unique Visitors bietet Amazon eine umfangreiche Auswahl an Werbemöglichkeiten, die die gesamte Customer Journey abdecken.

  1. Criteo:

Criteo bietet gesponserte Produkte, mit denen Händler gesponserte Werbeplatzierungen in ihren Produktsuchergebnissen erstellen können. Diese gesponserten Produkte werden als native Produkt-Listings in einem bestimmten Bereich auf E-Commerce-Plattformen angezeigt, und die Werbung kann auch in Apps geschaltet werden.

  1. eBay:

eBay ist einer der reichweitenstärksten Shopping-Marktplätze im Internet und bietet Targeting im Shopping-Bereich auf Grundlage unterschiedlicher Datenquellen.

  1. Kairion:

Kairion verfügt über ein eigenes Händlernetzwerk mit über 100 Online-Shops. Werbetreibende können auf den gebündelten Werbeflächen der Händler Anzeigen schalten und so viele Nutzer erreichen, um ihre Produkte zu bewerben.

  1. Otto Group Media:

Die Otto Group Media sammelt First-Party-Daten aus über 60 Webshops und bietet insgesamt 150 Datensegmente für Werbetreibende an.

  1. SportScheck:

Als Teil der Otto Group ist SportScheck ebenfalls im Bereich Retail Media aktiv. Werbetreibende können auf die Daten des Händlers zugreifen und passende Anzeigen schalten. Darüber hinaus können digitale Flächen in den Filialen vor Ort sowie Pop-up-Stores und verschiedene Events für Werbung genutzt werden.

  1. Zalando Marketing Services:

Zalando Marketing Services ist ein Vermarkter, der Modemarken verschiedene Werbedienstleistungen anbietet. Das Unternehmen entwickelt auch Kampagnen in Zusammenarbeit mit Werbetreibenden und präsentiert sie auf Drittseiten. Zalando speichert Nutzerdaten für gezieltes Targeting.

Diese Unternehmen sind maßgebliche Akteure im Bereich Retail Media und bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten für Werbetreibende, um ihre Zielgruppen anzusprechen und ihre Produkte zu bewerben.

Newsletter